Sakramente

sind zunächst "Rites de passage" - Übergangsriten, Lebenshilfen. Thomas von Aquin vergleicht sie mit "Krücken" als Gehhilfen zum Leben oder mit "Rennpferden", die mir helfen, schneller einen Weg zu Ziel zurückzulegen.

In einem Hinweis auf die Gestaltung der Taufwasserstelen am Eingang der Liebfrauenkirche lässt sich die Bedeutung des Sakraments am besten umschreiben. Die Stele - es sind vier an der Zahl - zieht den Bogen nicht aus, sondern spart etwa ein Viertel aus. Hypothetisch allerdings bin ich eingeladen, diese Aussparung auszuziehen, das Ganze "rund" zu machen. Darauf kommt es jetzt an: Sakramente sind Zeichen des Heils. Heil ist "Ganzsein - dürfen". Damit lebe ich nicht vom Defizit, vom Mangel her, sondern von der Vision des Gelingens, Glückens, der Vollendung her.